Bedrohungen von Korallenriffen

Korallenriffe gehören zu den artenreichsten Lebensräumen der Erde, doch sie sind weltweit stark bedroht. Menschliche Aktivitäten und klimatische Veränderungen setzen ihnen immer mehr zu

Verschmutzung von Plastik

Auswirkungen

Plastikmüll zerstört Korallenriffe, indem er sie physisch bedeckt und am Licht- sowie Nährstoffaustausch hindert, wodurch die Korallen ersticken und krankheitsanfälliger werden. Zudem können Korallen Mikroplastik fressen, das Giftstoffe freisetzt oder das Gewebe mechanisch schädigt, was zu einem schnelleren Absterben der Riffe führt und ihre Stabilität beeinträchtigt. Besonders gefährlich sind große Plastikteile wie Tüten und Netze, die Riffe ersticken, sowie Mikroplastik, das in die Korallenskelette eindringen kann, was ihre Robustheit schwächt.

Überfischung

Überfischung und Zerstörungsfischerei

Nicht nachhaltige Fischerei wurde als die am weitesten verbreitete aller lokalen Bedrohungen für Korallenriffe identifiziert. Über 55 % der Riffe der Welt sind durch Überfischung und/oder zerstörerische Fischerei bedroht. Überfischung (d. h. der Fang von mehr Fisch als das System verkraften kann) führt zu einem Rückgang der Fischpopulationen, zu Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem.

Überfischung

Durch die Überfischung werden wichtige Fischarten aus den Meeren gefangen, bevor sie sich erholen können. Dadurch verschwinden zum Beispiel Papageifische, die normalerweise Algen von den Korallen fressen. Fehlen diese Fische, wachsen die Algen zu stark und ersticken die Korallenriffe. Das natürliche Gleichgewicht bricht zusammen und viele Meeresarten verlieren ihren Lebensraum.

Zerstörungsfischerei

Bestimmte Fangmethoden richten großen körperlichen Schaden an Korallenriffen an. Dazu gehören Grundschleppnetze, die über den Meeresboden gezogen werden und Korallen abbrechen oder zerquetschen. In einigen Regionen werden sogar Gift oder Dynamit eingesetzt. Diese Methoden zerstören Korallenriffe sofort und großflächig.

Klimawandel 

Der Klimawandel zerstört Korallenriffe

Die Korallenriffe werden hauptsächlich durch erhöhte Wassertemperaturen, die zu massiver Korallenbleiche (Abstoßung der nahrungsgebenden Algen) und zum Absterben der Korallen führen, sowie durch Ozeanversauerung (durch CO2-Aufnahme) und stärkere Extremwetterereignisse, die die Riffe physisch beschädigen, was den Verlust der Artenvielfalt und der Lebensgrundlage für Millionen von Menschen zur Folge hat zerstört.

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